💼 Abfindung 2025 – Was du wissen musst: Auszahlung, Steuern & Fünftelregelung
Wirst du gekündigt oder einvernehmlich aus dem Arbeitsverhältnis entlassen, steht oft eine Abfindung im Raum. Doch was genau steckt hinter diesem Begriff? Wie setzt sich die Abfindung zusammen, wie wird sie versteuert – und lohnt es sich eigentlich noch weiterzuarbeiten? Hier bekommst du alle Antworten – einfach erklärt und auf dem Stand von 2025.
🧾 Was ist eine Abfindung?
Eine Abfindung ist eine einmalige Geldzahlung deines Arbeitgebers als Entschädigung für den Verlust deines Arbeitsplatzes. Sie ist gesetzlich nicht verpflichtend, sondern wird meist im Rahmen eines Aufhebungsvertrags oder gerichtlichen Vergleichs vereinbart – oft, um eine Kündigungsschutzklage zu vermeiden.
👤 Wem hilft eine Abfindung?
- Arbeitnehmern, die ihren Arbeitsplatz verlieren und einen finanziellen Puffer brauchen.
- Arbeitgebern, um eine einvernehmliche Trennung zu erreichen.
- In Fällen von Betriebsänderungen, Umstrukturierungen oder Personalabbau.
🔍 Wie berechnet sich die Abfindung?
Es gibt keine gesetzlich feste Formel – aber eine gängige Faustregel lautet:
0,5 Monatsgehälter × Anzahl der Beschäftigungsjahre
Beispiel:
Bei 10 Jahren Betriebszugehörigkeit und einem Monatsgehalt von 4.000 € ergibt das:
0,5 × 10 × 4.000 € = 20.000 € Abfindung
💸 Wie wird die Abfindung versteuert (2025)?
Abfindungen zählen steuerlich als Einkommen und müssen daher versteuert werden. Allerdings gilt nicht die normale Lohnsteuerberechnung, sondern häufig die Fünftelregelung (§ 34 EStG).
Wichtig: Es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an – nur Lohnsteuer sowie ggf. Kirchensteuer & Solidaritätszuschlag.
📐 Was ist die Fünftelregelung?
Die Fünftelregelung dient der Steuerermäßigung bei außerordentlichen Einkünften wie einer Abfindung.
So funktioniert’s:
- Die Abfindung wird rechnerisch auf 5 Jahre verteilt.
- Es wird geprüft, wie sich 1/5 der Abfindung auf deinen Steuersatz auswirkt.
- Die Differenz zur normalen Steuer wird mit 5 multipliziert.
- Das ergibt die endgültige Steuer auf die Abfindung – meist deutlich günstiger.
✅ Voraussetzung: Die Abfindung muss zusammengeballt in einem Jahr gezahlt werden – nicht in Raten!
📅 Wann tritt die Fünftelregelung in Kraft?
Die Anwendung erfolgt automatisch bei der Steuererklärung, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.
Aber: Dein Arbeitgeber führt die Steuer in der Regel ohne Fünftelregelung ab. Du bekommst die Steuervergünstigung dann im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zurück.
🧠 Lohnt es sich, weiterzuarbeiten?
Steuerlich gilt: Je weniger Einkommen du im Abfindungsjahr hast, desto besser.
- Wenn du weiterarbeitest oder ALG I bekommst, steigt dein Gesamteinkommen – und damit die Steuer auf die Abfindung.
- Wenn du im Abfindungsjahr wenig oder kein weiteres Einkommen hast, wirkt die Fünftelregelung optimal.
💡 Tipp: Unbezahlter Urlaub oder ein Sabbatical kann sich lohnen, um Steuern zu sparen.
✅ Fazit: Abfindung gut planen – Steuern sparen
Eine Abfindung ist ein starker finanzieller Übergang – wenn du sie strategisch angehst. Die Fünftelregelung kann dir Tausende Euro sparen, wenn du sie richtig nutzt. Lass dich am besten steuerlich beraten und plane dein Einkommen im Abfindungsjahr gezielt.